An dieser Stelle stellt Andreas Schäfferling jeden Monat

ein interessantes Bild vor.

Bild des Monats September 2019

Mauerläufer - Picos de Europa (Spanien) August 2019
Mauerläufer - Picos de Europa (Spanien) August 2019

Der Mauerläufer lebt auf großem Fuß, zumindest in Relation zu seiner Körpergröße.  Mit seinen langen Krallen findet er guten Halt in senkrechten Felswänden, die er nach Spinnen und Insekten durchstöbert. Der lange und dünne Schnabel passt auch in kleinste Nischen und Spalten. Im schwer zugänglichen Brutgebiet sind die anmutigen Vögel schwer zu entdecken. Im Winter jedoch weichen die Mauerläufer in tiefere Lagen aus und vor einigen Jahren hatten sogar ostwestfälische Vogelfreunde die Chance, einen solchen Wintergast in den Externsteinen zu bewundern.

 

Bild des Monats August 2019

Großer Schillerfalter - Slowakei Juli 2014
Großer Schillerfalter - Slowakei Juli 2014

Der Große Schillerfalter (Apatura iris) gehört zu den größten und prächtigsten Schmetterlingen unserer Heimat. Für heimische Naturfreunde war es deshalb eine besondere Freude, dass einer der seltenen Falter in diesem Sommer im Köckerwald in BI-Theesen entdeckt wurde. Bei bestimmtem Lichteinfall schillern die Flügel der Männchen metallisch blau. Die Bezeichnung „iris“ im Artnamen nimmt Bezug auf die griechische Göttin „Iris“, sie ist die Personifikation des Regenbogens.  Mitte August endet die Flugzeit der Imagines. Die grünen Raupen sehen mit ihren Kopfhörnchen schneckenähnlich aus und sind noch bis in den Oktober hinein an verschiedenen Weidenarten anzutreffen. 

 

Bild des Monats Juli 2019

Langrüssliger Stockrosen-Spitzmausrüssler - Bielefeld Juni 2019
Langrüssliger Stockrosen-Spitzmausrüssler - Bielefeld Juni 2019

Langrüssliger Stockrosen-Spitzmausrüssler (Rhopalapion longirostre)   – was für ein Name! Obwohl sie einem Rüsselkäfer recht ähnlich scheinen, gehören sie zur Familie der Langkäfer (Brentidae), deren Vertreter vorwiegend in den Tropen zu finden sind. Das Langrüsslige Stockrosen-Spitzmäuschen, wie es auch genannt wird, ist eigentlich im Mittelmeerraum beheimatet.  Mit der Einführung von Stockrosen ist es aber auch in unseren Gärten angekommen. Die rüsselartige Kopfverlängerung ist bei den Weibchen doppelt so lang wie bei den Männchen. Es bohrt damit ein Loch in die Stockrosenknospe, um anschließend seine Eier darin zu deponieren. Später ernähren sich die Larven von der infizierten Pflanze.

 

Bild des Monats Juni 2019

Orpheusspötter - Portugal Mai 2018
Orpheusspötter - Portugal Mai 2018

Seit Wochen begeistert ein Orpheusspötter die Vogelbeobachter in Ostwestfalen, wo er unweit von Bad Oeynhausen standorttreu seinen Gesang vorträgt. Anders als der Gelbspötter, dem er zum Verwechseln ähnlich sieht, singt der Orpheusspötter auch frei sitzend und kann dann gut beobachtet werden. Zur klaren Bestimmung ist allerdings ist die Identifikation des arttypischen Gesangs unverzichtbar. Orpheusspötter sind in Südwest-Europa verbreitet, als Brutvögel in Nordrhein-Westfalen aber extrem selten.  Ein Brutnachweis für OWL wäre eine große Überraschung.  

Bild des Monats Mai  2019

Gänsesäger - Travemünde  Mai 2019
Gänsesäger - Travemünde Mai 2019

Die Brutgebiete des Gänsesägers findet man bevorzugt im hohen Norden Amerikas und Eurasiens. Im Winter allerdings müssen sie ihre eisigen Reviere verlassen und erfreuen uns auch in Bielefeld mit ihrer Anwesenheit. Am Obersee sind sie in der kalten Jahreszeit regelmäßig anzutreffen. Schon in Nord- und Ostdeutschland finden Bruten statt und mit Glück kann man hier die Jungvögel beobachten, wie sie mit der Mutter Boot fahren. 

Bild des Monats April 2019

Star - Bielefeld-Theesen, April 2019
Star - Bielefeld-Theesen, April 2019

Von 2009 bis 2013 war diese Höhle die Kinderstube einer Starenfamilie.  Danach herrschte Wohnungsleerstand, aber in diesem Jahr hat ein Pärchen sich offenbar zum Einzug entschlossen, Polstermaterial eingetragen und das neue Heim bereits erfolgreich gegen Artgenossen und ein Eichhörnchen verteidigt. Die Eiablage der Stare erfolgt etwa Mitte April, jetzt heißt es also: Daumen drücken! 

 

Bild des Monats März 2019

Schneeammer - Leybucht , März 2019
Schneeammer - Leybucht , März 2019

Nur im Winterhalbjahr findet man Schneeammern an unseren Küsten, bevor sie sich zusammen mit Ohrenlerchen und anderen Wintergästen auf den Weg in die nordischen Brutgebiete machen. Im Gebiet der Leybucht bei Greetsiel hat man gute Chancen, beide Arten bei der Nahrungssuche auf offenen Flächen in Strandnähe zu beobachten. 

 

Bild des Monats Februar 2019

Mittelsäger - Estland, April 2017
Mittelsäger - Estland, April 2017

Gänsesäger sind regelmäßige Wintergäste am Bielefelder Obersee.  Zwerg- und Mittelsäger sind dagegen in Bielefeld extreme Ausnahmeerscheinungen. Bessere Chancen zur Beobachtung dieser besonderen Arten hat man am Dümmer oder am Steinhuder Meer. Auch hier sind jedoch die Mittelsäger ziemlich selten, sie bevorzugen als Überwinterungsbereiche eindeutig die Meeresküsten. Deshalb war der männliche Mittelsäger, der sich Ende Januar/Anfang Februar am Lippesee aufhielt, für ostwestfälische Vogelfreunde eine besondere Attraktion.

 

Bild des Monats Januar 2019

Wasseramsel - Paderborn Januar 2019
Wasseramsel - Paderborn Januar 2019

Sauberes Wasser mit munterer Strömung und flachen Bereichen mit Steinen und Kies, das ist der bevorzugte Lebensraum der Wasseramsel. In Ostwestfalen findet man sie u.a. an der Lutter in Bielefeld, an der Werre in Herford oder Schötmar und an der Pader in Paderborn. Hier lässt sie sich von den Passanten in der Innenstadt wenig beeindrucken und kann besonders an den Paderquellen unweit des Doms wunderbar beobachtet werden. 

 

Bild des Monats Dezember 2018

Eisente- Estland April 2017
Eisente- Estland April 2017

Eisenten sind hochnordische Meerenten. Das Verbreitungsgebiet der  kälteresistenten Vögel erstreckt sich bis an die Packeisgrenze. Millionen von ihnen verbringen den Winter auf der Ostsee. Im Binnenland allerdings sind sie seltene Gäste, die zur Freude von Beobachtern immer wieder einmal an der Weser und den benachbarten Wasserflächen auftauchen. Ende November 2018 waren am Großen Weserbogen bei Minden neben Eisenten auch die ebenfalls nordischen Samtenten und ein Ohrentaucher zu bewundern.

 

Bild des Monats November 2018

Rotdrossel - Bielefeld-Theesen  Oktober 2018
Rotdrossel - Bielefeld-Theesen Oktober 2018

Rotdrosseln brüten in Nordosteuropa, aber auch in Schottland  und auf Island. 

In der kalten Jahreszeit ziehen die kleinen Drosseln nach Süden und sind dabei als Durchzügler und Wintergäste auch in Bielefeld anzutreffen. Die geselligen Vögel sind recht scheu, besuchen aber auch unsere Gärten und Parks, wo sie besonders an Beeren interessiert sind. Äpfel und Birnen sind ebenfalls begehrt. Wird unter dem Herbstlaub ein Regenwurm entdeckt, ist das stets eine willkommene Bereicherung des winterlichen Speiseplans. 

Bild des Monats Oktober 2018

Steinkauz - Dümmer 2018
Steinkauz - Dümmer 2018

Die Herbstbalz des Steinkauzes fällt in die Monate Oktober bis November.  

Sie dient in erster Linie dem Verdrängen der Jungvögel, die sich nun ein eigenes Revier suchen müssen. Da die Lebenserwartung eines Steinkauzes aber nur etwa vier Jahre beträgt, haben die Jungen auch gute Chancen, ein verwaistes Revier zu übernehmen. Sorgen darüber macht sich dieser Steinkauz im Moment wahrscheinlich nicht, sondern genießt lieber ein kleines Sonnenbad. 

Bild des Monats September 2018

Mornellregenpfeifer Eikeloh September 2018
Mornellregenpfeifer Eikeloh September 2018

Im hohen Norden Eurasiens brütet der Mornellregenpfeifer. Seine Überwinterungsquartiere findet er diesseits der Sahara in Nordafrika. In breiter Front wird  Mitteleuropa überquert. Dabei verhalten sich die unscheinbaren Vögel sehr unauffällig und werden nur selten beobachtet. Sie rasten auf abgeernteten, steinigen  Ackerflächen, die der vegetationsarmen Landschaft des Brutgebietes recht ähnlich sehen. Gegen Ende August bis Anfang September werden traditionelle Rastplätze im Raum Soest regelmäßig angeflogen und einigen unermüdlichen Vogelbeobachtern gelingt es immer wieder, die gut getarnten Vögel in den unendlichen Weiten der Agrarsteppe zu entdecken.  

 

Bild des Monats August 2018

Braune Dickkopffliege - Bielefeld Theesen Juli 2018
Braune Dickkopffliege - Bielefeld Theesen Juli 2018

Die Braune Dickkopffliege (Myopa buccata) findet man von Mai bis September an Waldrändern, Wiesen oder in naturnahen Gärten. Das skurril aussehende Insekt ernährt sich von Nektar oder Honigtau. Die Larven dagegen leben parasitisch. Dickkopffliegen-Weibchen vollbringen dazu das Kunststück, die befruchteten Eier an vorbeifliegende Hummeln zu heften. Die „bedauernswerte“ Hummel endet als Nahrung der geschlüpften Larven.  

 

Bild des Monats Juli 2018

Schwimmlaichkraut-Schilfkäfer - Bielefeld-Theesen Juli 2018
Schwimmlaichkraut-Schilfkäfer - Bielefeld-Theesen Juli 2018

Als Unterfamilie der Blattkäfer haben  die Schilfkäfer es gern feucht, denn sie bevorzugen Ufer- und Wasserpflanzen als Nahrungsquelle. Die Larven des Schwimmlaichkraut-Schilfkäfers leben und fressen  in den unter Wasser befindlichen Teilen des Schwimmenden Laichkrauts. Dabei nutzen sie die luftführenden Gefäße der Pflanze zur Sauerstoffversorgung. Die geschlüpften Käfer sitzen oft auf den Schwimmblättern, wo die nur etwa 10 mm großen Tiere trotz ihrer schillernden Grüntöne leicht übersehen werden. 

 

Bild des Monats Juni 2018

Bekassine - Dümmer Ochsenmoor Mai 2018
Bekassine - Dümmer Ochsenmoor Mai 2018

Im Rahmen „legaler“ Jagd wurden in 17 Ländern der Europäischen Union im Jagdjahr 2014/15 nach vorsichtigen Schätzungen 205 000 Bekassinen getötet.

Warum eigentlich?

 

In Deutschland ist die Bekassine vom Aussterben bedroht!

Bild des Monats Mai 2018

Schillerwanze - Bielefeld-Theesen Mai 2018
Schillerwanze - Bielefeld-Theesen Mai 2018

Die Schillerwanze, die auch als „Dunkler Dickwanst bezeichnet wird, ist in Mitteleuropa verbreitet,  in Norddeutschland aber deutlich seltener als im Süden. Mit dem kupferfarbenen Schildchen (Scutellum) sieht sie hübsch aus. Man findet die Art bevorzugt an Lippenblütlern wie etwa der Weißen Taubnessel.

 

Bild des Monats April 2018

Tüpfelsumpfhuhn - Enger Bruch März 2018
Tüpfelsumpfhuhn - Enger Bruch März 2018

Im Enger Bruch hielt sich von Ende März bis mindestens Anfang April 2018 ein Tüpfelsumpfhuhn auf. Die noch spärliche Vegetation bot die seltene Gelegenheit, die ansonsten beinahe unsichtbare Vogelart zu bewundern. Viele Vogelbeobachter reisten an, aber nicht immer hatte man das Glück, den heimlichen Vogel auch zu entdecken. Dieses Foto zeigt einen solchen Glücksfall. 

Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei dem Engeraner Exemplar um einen Durchzügler, denn das Tüpfelsumpfhuhn ist in Nordrhein-Westfalen ein sehr seltener Brutvogel, z. B. in den Rieselfeldern Münster. 

Bild des Monats März 2018

Raubwürger - Oppenweher Moor Februar 2012 
Raubwürger - Oppenweher Moor Februar 2012 

Der Raubwürger ist in Deutschland ein sehr seltener Brutvogel.  Im Winter allerdings erscheint er regelmäßig bei uns, zum Beispiel in den Rieselfeldern Münster. Auch im Großen Torfmoor, im Oppenweher Moor oder im Rehdener Geestmoor hat man gute Chancen, die interessante Art auf einer Baum- oder Buschspitze zu entdecken. Da Insekten in dieser Jahreszeit kaum verfügbar sind, werden meist Mäuse oder Kleinvögel erbeutet. Das ist für den amselgroßen Vogel eine beachtliche Leistung!                        

 

Bild des Monats Februar 2018

Hausrotschwanz - Bielefeld CITEC-Gelände Februar 2018
Hausrotschwanz - Bielefeld CITEC-Gelände Februar 2018

Hausrotschwänze sind Kurz- und Mittelstreckenzieher, einzelne Individuen überwintern sogar in Mitteleuropa. Deshalb ist es nicht ungewöhnlich, wenn dieser Hausrotschwanz bereits im Februar bei uns zu beobachten ist. Von seinem Ansitz hält er Ausschau nach Insekten und anderen Wirbellosen. An kalten Wintertagen ist das oft schwierig, er kann aber im Notfall auch auf Beeren ausweichen. Deshalb ist es wohl auch kein Zufall, dass das abgebildete Männchen sich in der Nähe von Schneeballsträuchern aufhält, die auch im späten Winter noch Früchte tragen.  

Bild des Monats Januar 2018

Lachmöwe - Bielefeld Obersee Februar 2014
Lachmöwe - Bielefeld Obersee Februar 2014

Am Bielefelder Obersee überwintern alljährlich zahlreiche Lachmöwen. In dieser Zeit tragen sie ihr Schlichtkleid. Das Prachtkleid mit dem  braunschwarzen Kopf entwickelt sich bei den Vögeln erst  im zweiten Lebensjahr. Der Kleiderwechsel erfolgt mit dem endenden Winter und kann somit als Vorbote des Frühlings gedeutet werden. Da muss man sich also noch etwas gedulden... 

 

Bild des Monats Dezember 2017

Zwergschwan - Estland April 2017
Zwergschwan - Estland April 2017

Sensationell für den Bielefelder Obersee war der Besuch von 21 Zwergschwänen, die am Nachmittag des  11. Dezembers beobachtet wurden.  Sie verbrachten die Nacht auf dem Gewässer, um am Morgen des nächsten Tages ihre Reise fortzusetzen. Nach dem Singschwan im November nun also die etwas kleinere Verwandschaft als Bild des Monats Dezember. Eine gute Gelegenheit, sich den entscheidenden Unterschied zu merken:  

 

Zwergschwan: wenig Gelb am Schnabel -- Singschwan: Viel Gelb am Schnabel   

 

Bild des Monats November 2017

Singschwan - Bielefeld 2016
Singschwan - Bielefeld 2016

Mit einem Gewicht von bis zu 15 kg gehören die männlichen Singschwäne zu den schwersten flugfähigen Vögeln.  Ab Ende Oktober erreichen die beeindruckenden Tiere ihre deutschen Winterquartiere und könne in unserer Region bevorzugt in den Weserauen nördlich des Wiehengebirges entdeckt werden. Außerdem war der Bielefelder Obersee in den letzten Jahren eine gute Adresse für die Verwandten des Höckerschwans.  Allerdings handelte es sich in diesen Fällen wohl um Gefangenschaftsflüchtlinge, die sich bei geringer Fluchtdistanz wunderbar betrachten und fotografieren ließen.

Bild des Monats Oktober 2017

Igel - Bielefeld-Theesen November 2012
Igel - Bielefeld-Theesen November 2012

Im Oktober geht es für die Igel vor allem darum, Fettreserven für die Winterruhe anzulegen. 

Wer die symparthischen Stacheltiere dabei unterstützen will, duldet Wildwuchs in seinem Garten und verzichtet auf Schneckenkorn und andere Giftstoffe.  Laub- und Reisighaufen, Wildkräuter und Totholz nutzen auch dem Igel. Hecken und einheimische Sträucher sind die besten Grundstücksbegrenzungen,  Zäune sollten auf jeden Fall durchlässig für Igel sein.

Auch kleine Igel haben gute Überlebenschancen, wenn man sie draußen überwintern lässt. Lediglich sichtbar verletzte oder kranke Tiere kann man zum Tierarzt und ggf. zu einer Igelstation bringen.

Bild des Monats September 2017

Amerikanische Zapfenwanze - Bielefeld-Theesen  Okt. 2016
Amerikanische Zapfenwanze - Bielefeld-Theesen Okt. 2016

Eine echte Neubürgerin ist die die Amerikanische Kiefern- oder Zapfenwanze, die in Europa erstmalig 1999 in Norditalien nachgewiesen wurde. Über die Schweiz (2002), Österreich (2005) und Deutschland (2006) hat sie inzwischen Norwegen (2009) erreicht. Auch in Bielefeld kann man die zwei Zentimeter große und hübsch gezeichnete Art bewundern, die gern an den Samen und Blüten von Nadelbäumen saugt. Glücklicherweise gelten die eingewanderten Insekten als unschädlich und sind wie die meisten Wanzen für Menschen harmlos.

 

Bild des Monats August 2017

Junger Mauersegler Bielefeld-Theesen Juli 2017
Junger Mauersegler Bielefeld-Theesen Juli 2017

 

 

Auf Wiedersehen im nächsten Jahr!  

Bereits Ende August beginnt der Rückzug der Mauersegler, die im südlichen Afrika überwintern.

Die Jungvögel erobern den Luftraum und haben erst wieder festen Boden unter den Füßen, wenn sie zum ersten Mal brüten, bzw. das Nest herrichten. Da dies beim Mauersegler erst im Alter von vier Jahren beginnt, kann der abgebildete Jungvogel sich also nun auf eine lange Zeit des ungebundenen Luftlebens freuen. Wenn er wüsste, wie dramatisch die Zahl der Fluginsekten abnimmt, müsste er sich allerdings Sorgen machen…     

Bild des Monats Juli 2017

Eichelhäher - BI-Theesen Juli 2017
Eichelhäher - BI-Theesen Juli 2017

"Jüngere Eichelhäher schmecken recht gut. Bei diesen kann man mit dem Daumen leicht den Schädel eindrücken, was bei Altvögeln nicht ohne weiteres gelingt.“  Diese Aussage findet man in einem Informationstext des Niederösterreichischen Landesjagdverbands  zum Eichelhäher. Weiter heißt es: „Die erlegten Jungvögel landen auf den Teller, die Altvögel bekommt der Hund.“

 

Na dann: Guten Appetit!

Bild des Monats Juni 2017

Neuntöter - Windheim Mai 2017
Neuntöter - Windheim Mai 2017

Wenn der Neuntöter mehr Insekten erbeutet als aktuell erforderlich, betreibt er Vorratshaltung, indem er seinen Fang auf Dornen aufspießt.  Diese Angewohnheit macht ihn  zum  „Neuntöter“, auch wenn es manchmal nur sechs oder sieben Beutetiere sind, die auf diese Weise enden. 

Leider kann man dieses interessante Verhalten nur noch selten beobachten, denn in der weitgehend ausgeräumten Landschaft sind Insekten, und damit auch Neuntöter selten geworden. In Bielefeld gibt es aktuell wohl keine Bruten, obwohl das Beckendorfer Mühlenbachtal oder die Johannisbachaue in früheren Jahren besiedelt waren.